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Was zahlt die Pflegeversicherung?

Die Pflegeversicherung zahlt für die stationäre und die ambulante Pflege. Die Höhe der Leistungen richtet sich nach der Hilfs- und Pflegebedürftigkeit und der Pflegestufe.

Gesetzliche Pflegeleistung seit 1.1.2015 (Pflegereform 2015 – Pflegestärkungsgesetz):

Pflegebedürftige, die in eine Pflegestufe eingeteilt wurden, können die vollstationäre Pflege in Anspruch nehmen. Die Pflegeversicherung beteiligt sich an den Kosten:

Die Pflegekasse übernimmt in der Pflegstufe 0 bei vorliegender erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz sowie in den Pflegstufen 1 bis 3 die pflegebedingten Aufwendungen, die Leistungen der sozialen Betreuung sowie die Aufwendungen der medizinischen Behandlungspflege für maximal 28 Tage und einem Gesamtbetrag von maximal 1.612 Euro pro Kalenderjahr.

Leistungen für ambulante Pflege.

Bei der ambulanten Pflege kann der Pflegebedürftige zwischen drei Leistungsarten wählen: Sachleistung, Pflegegeld oder eine Kombination aus beidem.

Sachleistung = 

Hilfe im Bereich der Grundpflege und im Haushalt durch Pflegefachkräfte, zum Beispiel durch einen ambulanten Hilfsdienst

Pflegegeld = 

Zahlung eines Geldbetrags, wenn Hilfe selbst organisiert wird, etwa durch Angehörige oder durch ambulante Hilfsdienste

Sachleistung und Pflegegeld = 

Sachleistung und Geld, angepasst an Bedarf, wenn Angehörige die Versorgung übernehmen und gleichzeitig Hilfe von Pflegediensten in Anspruch nehmen


Pflegegeld bei häuslicher Pflege durch Angehörige:

Sachleistung für ambulante Pflegedienste/Tages- und Nachtpflege (teilstationär).

Ambulante Pflegedienste unterstützen Angehörige bei der häuslichen Pflege. Ist für die Betreuung zuhause tagsüber oder nachts nicht gesorgt, trägt die Pflegekasse einen Teil der Kosten für die Tages- bzw. Nachtpflege in einer teilstationären Einrichtung.

Pflegesätze für die ambulante Betreuung und für die Tages- und Nachtpflege:

Betreuung bei Demenz.

Menschen mit Demenz benötigen nicht nur Hilfe bei der Körperpflege. Sondern oft auch jemanden, der sie intensiv betreut und rund um die Uhr einen Blick auf sie hat.

Um die Pflegenden bei dieser Aufgabe zu entlasten, erstattet die Pflegekasse Kosten für Betreuungsleistungen von bis zu 208 Euro pro Monat. Voraussetzung ist allerdings ein besonderer Betreuungsbedarf. Zum Beispiel bei Orientierungslosigkeit oder Gefahr des Weglaufens. Auch Personen mit der Pflegestufe 0 können diese Leistungen erhalten. Die dauerhafte Betreuung ist jedoch im häuslichen Umfeld meist kaum zu leisten. In einem guten Pflegeheim werden demenzkranke Menschen dagegen rund um die Uhr betreut.

Ein Tipp: Bitte beachten Sie, dass Leistungen der Pflegeversicherung zwar rückwirkend, aber erst vom Tag der Antragstellung an gewährt werden.

Stand: 1/2015 www.casa-reha.de