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Welche Pflegeangebote gibt es?

Die meisten Menschen, die pflegebedürftig werden, möchten zuhause im vertrauten Umfeld bleiben. Gibt es jemanden, der die Pflege und Betreuung übernimmt, ist das auch möglich. Bei der häuslichen Pflege können sich Angehörige Unterstützung durch Pflegefachkräfte holen. Übernehmen Angehörige die Pflege, bekommen sie einen finanziellen Ausgleich für ihre Tätigkeit.

Bei der Pflege und Betreuung in einem Pflegeheim gibt es klare gesetzliche Regelungen.
Das Angebot ist breit gefächert und geht auf unterschiedliche Bedürfnisse ein.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen stationärer und ambulanter Pflege.

Stationäre Pflege
Unter stationärer Pflege versteht man die Betreuung in Seniorenpflegeheimen. Die Bezeichnungen für diese Heime sind in Deutschland frei wählbar und daher unterschiedlich: Pflegeheim, Alten- oder Altersheim, Seniorenzentrum, Seniorenresidenz oder -domizil. Im Seniorenpflegeheim erhalten pflegebedürftige Menschen eine Wohnmöglichkeit, Verpflegung, umfassende Betreuung und Pflege.

Zur stationären Pflege gehören auch: 

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege
Damit bezeichnet man eine vorübergehende Betreuung: Zum Beispiel, wenn der pflegende Angehörige durch Urlaub oder Krankheit verhindert ist, nach einem Krankenhausaufenthalt, wenn kurzzeitig stärkere Unterstützung nötig ist oder für die Wartezeit, bis ein Pflegeplatz frei wird. Die Kurzzeitpflege wird nicht von allen Pflegeheimen angeboten. Fällt die Pflegeperson wegen Krankheit oder Urlaub aus, kann auch die Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden.

Teilstationäre Pflege
Die teilstationäre Pflege wird in speziellen Einrichtungen, zum Beispiel Krankenhäusern, angeboten. Sie dient der zeitweiligen Betreuung des Pflegebedürftigen, um die pflegenden Angehörigen zu entlasten. Man unterscheidet dabei zwischen der Tagespflege und der Nachtpflege.

Ambulante Pflege
Ambulante Pflege nennt man die Betreuung der Pflegebedürftigen in ihrem Zuhause. Durch Angehörige und durch Pflegedienste. Ambulante Pflegedienste helfen bei der täglichen Grundpflege, der medizinischen Behandlungspflege sowie im hauswirtschaftlichen Bereich. Ist der Pflegebedürftige einer Pflegestufe zugeordnet, werden die Kosten für die ambulante Pflege teilweise bis vollständig von der Pflegeversicherung getragen. Angehörige erhalten außerdem Unterstützung durch Pflegekurse.

Zur ambulanten Pflege gehören auch: 

Betreutes Wohnen
Anbieter von »Wohnen mit Service« oder auch »Betreutem Wohnen« vermieten seniorengerecht ausgestattete Appartements zusammen mit einem individuellen Angebot an Pflegeleistungen. Die Bewohner leben weitestgehend selbstständig. Betreutes Wohnen wird häufig nicht für alle Pflegestufen angeboten.

Senioren-Wohngemeinschaft
Ältere Menschen wohnen zusammen in einem Haus oder einer Wohnung. Jeder hat sein eigenes Zimmer. Es gibt aber auch gemeinschaftlich genutzte Räume wie Küche und Bad. Bei der Betreuung und Pflege unterstützen sich die Bewohner gegenseitig oder Angehörige oder Pflegedienste übernehmen das.